Parodontitisbehandlung
Ursache der Parodontitis sind Bakterien, die sich im Zahnbelag (Plaque) befinden und das Zahnfleisch durch ihre Stoffwechselprodukte reizen. Das führt zu Rötungen, Schwellungen und Zahnfleischbluten. Wird die Plaque nicht regelmäßig entfernt, kommt es zu Zahnfleischtaschen und Abbau des Kieferknochens. Zähne können sich lockern und es kann zu Zahnverlust kommen.
Zudem zeigen Untersuchungen, dass eine unbehandelte Parodontitis das Risiko für Herzerkrankungen, Diabetes, rheumatische Erkrankungen und sogar Komplikationen in der Schwangerschaft erhöht. Des Weiteren haben Raucher ein erhöhtes Risiko, an Parodontitis zu erkranken.
Anzeichen wie Zahnfleischbluten, Schwellung/Rötung des Zahnfleisches oder Mundgeruch können auf diese eine Erkrankung des Zahnhalteapparates hinweisen. Meist beginnt die Parodontitis jedoch schmerzfrei und auch sonst symptomlos. Eine Parodontitis wird von vielen Betroffenen daher gar nicht selbst bemerkt!
Informationsservice
Unser Merkblatt für parodontologische Behandlung [PDF der bisherigen Website übernehmen: https://www.zahn-gummersbach.de/media/shop/layout/home/140710_paro.pdf]
Wie erkennen wir Parodontitis?
Bei der zahnärztlichen Kontrolle lässt sich eine vorliegende Parodontitis mit Hilfe des Parodontalen Screening Tests (PSI) feststellen. Um den Schweregrad der Erkrankung zu erkennen, gibt es zusätzliche Untersuchungen, wie z.B. Parodontalstatus und Röntgenbilder.
Mikrobiologische Diagnostik: Durch eine mikrobiologische Untersuchung der Taschenbakterien (HAIN-Test) lassen sich aggressive Verlaufsformen diagnostizieren. Wir ermitteln die entzündungsauslösenden Bakterien und können somit gezielt und mit dem richtigen antibakteriellen Wirkstoff dagegen vorgehen.
Wie behandeln wir Parodontitis?
Nach Vorbehandlung mit eingehender Mundhygieneunterweisung und professioneller Zahnreinigung folgt die Intensivreinigung der Zahnfleischtaschen unter lokaler Betäubung.
Ein chirurgische Behandlung bzw. weiterführende Maßnahmen der Parodontalchirurgie wie der Wiederaufbau des Zahnhalteapparates und die Zahnfleischtransplantation sind nur bei stark fortgeschrittener Erkrankung und großer Taschentiefe erforderlich. Zusätzlich kann die Einnahme eines Antibiotikums erforderlich sein.
Nachsorge ist wichtig!
Eine Parodontitis ist eine chronische Erkrankung, die eine kontinuierliche Betreuung erfordert. Wichtig sind eine optimale häusliche Mundhygiene, regelmäßige Kontrollen und Nachbehandlungen (Recall) in unserer Praxis.
Je nach vorliegendem Krankheitsrisiko können zwei bis vier Termine jährlich notwendig sein, um durch die professionelle Zahnreinigung den Gesundheitszustand zu stabilisieren, ein Wiederaufflammen der Parodontitis zu verhindern und das einmal erreichte Behandlungsergebnis zu sichern.
Unsere Besonderheit: Wir gehen nach einem von führenden parodontologischen Fachgesellschaften empfohlenen, wissenschaftlich anerkannten Nachsorgekonzept vor: der Unterstützenden Parodontitis-Therapie (UPT).
Noch mehr Informationen über die Parodontitis erhalten Sie in der Infowelt.