Zahnärztliche Chirurgie
In diesen Bereich fallen Eingriffe, die die Zähne, den Zahnhalteapparat, das Zahnfleisch oder den Kieferknochen betreffen. Das Einsetzen von Implantaten, der Knochenaufbau und parodontalchirurgische Maßnahmen gehören dazu.
Fachkompetent und behutsam
Ein schonendes Vorgehen und eine angenehme Behandlung sind uns ebenso wichtig wie der Therapieerfolg. Die Grundlage dafür sind fachliche Kompetenz, ein behutsames Vorgehen und der Einsatz moderner Technik. Frau Dr. Sieper hat eine zertifizierte Fortbildungsreihe, das „Curriculum Zahnärztliche Chirurgie“, der renommierten Akademie Praxis und Wissenschaft (APW) absolviert und ist daher besonders qualifiziert.
Unsere Besonderheiten in der Chirurgie:
- Mit der 20-fachen Vergrößerung unseres OP-Mikroskops können wir genauer erkennen und auch durch feinere Instrumente minimalinvasiv arbeiten.
- Mit minimalinvasiver Piezosurgery® (einer ultraschallbasierten OP-Technik) führen wir Behandlungen im Bereich des Knochens gewebeschonender und für Sie angenehmer durch.
- Aufwendigere Eingriffe sind in Sedierung (Dämmerschlaf) oder Vollnarkose möglich.
Die Behandlungsmöglichkeiten:
- Zahn- und Weisheitszahnentfernung
- Freilegung verlagerter Zähne
- Wurzelspitzenresektion
- Lippen- und Zungenbändchen
- Miniimplantate (Kieferorthopädie)
- Zahnfleischtransplantation
Zahn- und Weisheitszahnentfernung
Eine „normale“ Zahnentfernung ist meist dann erforderlich, wenn ein Zahn aufgrund einer tief reichenden Karies zu sehr geschädigt oder durch eine Parodontitis stark gelockert wurde.
Bei Weisheitszähnen ist eine Entfernung unter Umständen empfehlenswert, wenn sie schräg im Kieferknochen liegen, Druck auf andere Zähne ausüben und sie schmerzen bzw. sich verschieben.
Zu unserem Behandlungsspektrum gehören auch kompliziertere Zahnentfernungen, wie sie etwa bei noch nicht herausgewachsenen Weisheitszähnen erforderlich sein können. Dabei wird über das Zahnfleisch und den Kieferknochen ein Zugang zum Zahn geschaffen, um ihn leichter entfernen zu können.
Freilegung verlagerter Zähne
Wenn Zähne im Kieferknochen verbleiben oder schräg angelegt sind und deshalb schief herauswachsen würden, ist im Zusammenhang mit einer kieferorthopädischen Behandlung eine Freilegung erforderlich. Dazu wird darüber liegendes Weichgewebe und eventuell ein wenig Kieferknochen entnommen. Anschließend können diese retinierten Zähne durch die Kieferorthopädie in den Zahnbogen eingegliedert werden.
Oft handelt es sich dabei um Eckzähne. Sie haben in der Regel eine gute Chance, gesund und in richtiger Zahnstellung integriert zu werden.
Wurzelspitzenresektion
Eine Wurzelspitzenresektion ist oft die allein verbleibende Möglichkeit, einen Zahn noch erhalten zu können. Sie kann aus folgenden Gründen angezeigt sein:
- Eine Wurzelkanalbehandlung ließ sich zum Beispiel aufgrund einer starken Wurzelkrümmung oder wegen einer extrem abgewinkelten Wurzelspitze nicht durchführen.
- Eine Entzündung im wurzelumgebenden Knochengewebe heilt selbst nach einer sorgfältigen Wurzelkanalbehandlung nicht aus.
Bei der Behandlung entfernen wir einige Millimeter der Wurzelspitze und das umliegende entzündete Gewebe.
Lippen- und Zungenbändchen
Wenn Lippen- oder Zungenbändchen zu straff ansetzen, führt das unter Umständen zu folgenden Problemen:
- Durch die Bewegung des Bändchens entsteht beim Mundöffnen ein Spalt zwischen Zahn und Zahnfleisch. Dadurch können sich dort leichter Bakterien ansammeln und zu chronischen Entzündungen wie der Parodontitis führen.
- Sie üben Zug auf das Zahnfleisch aus und verursachen manchmal Zahnfleischrückgang oder eine Lücke (Diastema) zwischen den Schneidezähnen.
- Die Zunge ist in diesem Fall manchmal nicht beweglich genug, was bei Kindern die Sprachentwicklung beeinträchtigen kann.
Durch einen kleinen mikrochirurgischen Eingriff entfernen wir die Bänder bzw. kürzen sie.
Miniimplantate (Kieferorthopädie)
Miniimplantate sind kleine Pins („Stifte“) aus Titan, die in den Kieferknochen eingesetzt werden. Sie dienen als Verankerung für spezielle Zahnspangen, zum Beispiel wenn einzelne Zähne bewegt werden müssen, ohne dass sich die übrigen verschieben dürfen.
Miniimplantate können zum Beispiel die unbeliebte Außenspange („Headgear“) ersetzen. Nach Abschluss der kieferorthopädischen Behandlung werden sie wieder entfernt.
Zahnfleischtransplantation
Gesundes und schönes Zahnfleisch, das eng am Zahn anliegt, trägt zum positiven Gesamteindruck Ihrer Zähne und des Gesichts bei.
Die Parodontitis, aber auch nichtentzündliche altersbedingte Vorgänge können zu Zahnfleischrückgang führen. Oft wird dieser auch durch ein zu kraftvolles Zahnputzen verursacht. Die Zähne wirken sehr lang und sind durch die freiliegenden Zahnhälse schmerzempfindlich und anfällig für Zahnhalsdefekte. Betroffen ist oftmals auch das Zahnfleisch zwischen den Zähnen (Papillen), dort sind sie dann als dunkle Dreiecke zu sehen.
Hier kann eine Zahnfleischtransplantation für Abhilfe sorgen. Dazu übertragen wir ein kleines Stück Gewebe zum Beispiel aus der hinteren Gaumenpartie auf die freiliegenden Bereiche. So kann Zahnfleisch in vielen Fällen wieder in einen gesunden und schönen Zustand versetzt werden.
Sie haben Frage zu einer Behandlung? Rufen Sie uns gern unter 02261-22190 an.